Die 5 besten E-Commerce-Plattformen 2026 • STARK

Die 5 besten E-Commerce-Plattformen 2026

Ehrlicher Praxis-Vergleich*

Shopify, Shopware, WooCommerce, Wix Stores und Gambio aus Agentur-Praxis verglichen. Mit Preisen, DSGVO-Realität, ehrlichen Schwächen und konkreten Empfehlungen für Ihren Use-Case.

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Die Kurzfassung für Eilige

  • Beste SaaS-Plattform: Shopify. Am schnellsten live, mit riesigem App-Ökosystem und gut skalierbar, auch international.
  • Beste deutsche Open-Commerce-Plattform: Shopware. DSGVO nativ, stark im B2B und Mittelstand.
  • Bestes Plugin für Content-Shops: WooCommerce. Sie behalten die volle Kontrolle, bekommen die stärkste SEO-Basis und zahlen keine Lizenzkosten.
  • Bester Baukasten für Kreative: Wix Stores. Design-first, einfachster Einstieg für kleine Sortimente.
  • Rechtssicherste KMU-Lösung: Gambio. Aus Deutschland, von Haus aus auf die DSGVO ausgelegt und fair bepreist.

Wie wir E-Commerce-Plattformen bewerten

Wir bauen und betreuen Online-Shops seit Jahren in Kundenprojekten - von D2C-Startups über DACH-Mittelständler bis zu B2B-Herstellern. Diese Bewertung kommt aus der Praxis. Wir haben nach sechs Kriterien bewertet: Benutzerfreundlichkeit, Funktionsumfang, Skalierbarkeit, DSGVO-Konformität, Preis-Leistung und Ökosystem. Die Reihenfolge entspricht unserem Praxis-Ranking für den deutschsprachigen Markt.

Die 5 E-Commerce-Plattformen im Detail

Testsieger
Shopify Logo
01 · SaaS / D2C

Shopify

ab 27 € / Monat · 3 Tage gratis, dann 3 Monate für 1 €
8.6
Score

Shopify ist die weltweit führende cloudbasierte SaaS-Plattform mit über 2,6 Millionen aktiven Shops. Im DACH-Raum ist Shopify vor allem im D2C-Segment stark. Ein Shop geht oft in unter einem Tag live, ohne Programmierkenntnisse und ohne eigenen Server. Der intuitive Drag-and-Drop-Editor, Shopify Payments für integrierte Zahlungsabwicklung und ein App Store mit über 8.000 Erweiterungen machen den Einstieg zur einfachsten Option am Markt. Multi-Channel-Vertrieb via Instagram, Facebook, Amazon und TikTok ist direkt eingebaut. Das globale CDN sorgt für 99,99 % Uptime, auch bei Black-Friday-Peaks.

Stärken

  • Schnellster Go-Live aller Plattformen
  • App Store mit 8.000+ Erweiterungen
  • Multi-Channel: Instagram, Amazon, TikTok
  • Shopify POS für stationären Handel
  • 99,99 % Uptime mit globalem CDN

Schwächen

  • App-Kosten summieren sich schnell
  • Standard-Checkout erst ab Plus vollständig anpassbar
  • US-Anbieter: DSGVO-Konfiguration erforderlich
  • Transaktionsgebühren bei Nicht-Nutzung von Shopify Payments
TypSaaS (USA)
Trial3 Tage + 3 Monate für 1 €
Best fürD2C, Einsteiger, Dropshipping
Shopify testen ↗
Shopware Logo
02 · Open Commerce / DACH

Shopware

kostenlos (Community) · Cloud-Pläne ab mittleren dreistelligen Bereich/Monat
8.4
Score

Shopware ist die führende deutsche Open-Commerce-Plattform. Sie ist DSGVO-konform, bietet deutsche Serveroptionen und hat ein Netzwerk zertifizierter Agenturen. Die API-first-Architektur macht sie flexibel für B2C, D2C und B2B gleichermaßen. Erlebniswelten und Page Builder ermöglichen emotionales Storytelling direkt im Shop, der Flow Builder automatisiert Prozesse ohne Code. Im Store gibt es über 3.500 Erweiterungen, mehrere Shops laufen aus einer Installation, und die B2B-Suite mit individuellen Preislisten, Freigabe-Workflows und Angebotsfunktionen ist schon eingebaut. Mittelständler, die wachsen wollen und eigene Prozesse abbilden müssen, sind mit Shopware gut bedient.

Stärken

  • Made in Germany, DSGVO nativ
  • Stärkste B2B-Suite im DACH-Markt
  • API-first, Headless-fähig
  • Erlebniswelten und Flow Builder
  • Multishop aus einer Installation

Schwächen

  • Deutlich komplexer als SaaS-Baukästen
  • Agentur oder Dev-Team erforderlich
  • Einrichtungszeit bis zu 4 Wochen
  • Kommerzielle Cloud-Pläne teuer
TypOpen Commerce (DE)
TrialCommunity Edition kostenlos
Best fürMittelstand, B2B, DACH
Shopware ansehen ↗
WooCommerce Logo
03 · Plugin / Content-Shops

WooCommerce

kostenlos · Hosting ab 5 €/Monat · Plugins ab 0 €
8.3
Score

WooCommerce ist das weltweit verbreitetste Open-Source-Shopsystem im KMU-Segment. Als Plugin für WordPress hat es die stärkste SEO-Basis aller Shopsysteme. Wer bereits eine WordPress-Website betreibt, ergänzt den Shop einfach in der bestehenden Installation. Das Plugin „Germanized" sorgt für rechtssichere Konfiguration im deutschen Markt: Impressum, AGB, Widerruf und DSGVO-konformer Checkout inklusive. Die eigentliche Stärke: Blog und Shop laufen auf derselben Plattform, sodass Content-Marketing und E-Commerce eng ineinandergreifen.

Stärken

  • Keine laufenden Lizenzkosten
  • Stärkste SEO-Basis aller Plattformen
  • Direkt in WordPress integriert
  • Unbegrenzte Erweiterbarkeit per Plugin
  • Germanized für DSGVO/Rechtssicherheit

Schwächen

  • Performance-Tuning bei großen Katalogen nötig
  • Hosting, Wartung und Sicherheit selbst verantworten
  • Plugin-Konflikte nach Updates möglich
  • Technisches Know-how erforderlich
TypPlugin (Open Source)
Trialkostenlos
Best fürContent-Shops, KMU, SEO-Fokus
WooCommerce ansehen ↗

Sie wollen einen Shop starten, wissen aber nicht welche Plattform?

Wir beraten offen - ohne Provisionsinteresse bei der Plattformwahl. Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, was zu Ihren Anforderungen und Ihrem Budget passt.

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Wx
04 · SaaS-Baukasten / Kreative

Wix Stores

ab 23 € / Monat · Business Basic
7.8
Score

Wix ist ein Website-Baukasten mit integrierter Shop-Funktion, der vor allem mit seinem visuellen Editor und der Auswahl an Designs punktet. Zur Wahl stehen über 500 Design-Templates, dazu kommen KI-gestütztes Design mit Wix ADI und mehr als 40 integrierte Zahlungsanbieter. Neben Produktverkauf gibt es Module für Terminbuchung, Mitgliederbereiche und Event-Ticketing. Für Kreative, Coaches und Dienstleister, die ihren Fokus auf Design und Storytelling legen, ist Wix die ästhetisch stärkste Lösung im Vergleich.

Stärken

  • 500+ Design-Templates
  • KI-gestützter Einrichtungsassistent (Wix ADI)
  • 40+ Zahlungsanbieter integriert
  • Terminbuchung, Events, Mitglieder-Module

Schwächen

  • Grenzen bei großen Produktkatalogen (500+ Artikel)
  • Datenstruktur-Individualisierung eingeschränkt
  • US-Serverstandard: DSGVO-Konfiguration nötig
  • Nicht für komplexe E-Commerce-Projekte geeignet
TypSaaS-Baukasten (USA)
Trialkostenlose Basisversion
Best fürKreative, kleine Sortimente, Design-Fokus
Wix ansehen ↗
Gambio Logo
05 · SaaS / On-Prem (DE)

Gambio

ab 18 € / Monat · Start-Up-Plan
7.9
Score

Gambio ist eine deutsche Shop-Software mit klarem Fokus auf den DACH-Markt und läuft wahlweise in der Cloud oder selbst gehostet. Die rechtlichen Grundlagen für Deutschland sind vorkonfiguriert: Impressum, AGB, Widerruf, Datenschutz und GoBD-konforme Archivierung. Integriert sind Lagerverwaltung, Multichannel-Anbindung an eBay und Amazon sowie Newsletter-Funktionalität. Dadurch brauchen Sie viele Zusatz-Plugins nicht, für die Sie bei anderen Plattformen extra zahlen würden.

Stärken

  • Made in Germany, DSGVO-konform von Haus aus
  • GoBD-konforme Archivierung integriert
  • Multichannel: eBay und Amazon nativ
  • Faires Preis-Leistungs-Verhältnis

Schwächen

  • Weniger international ausgerichtet
  • Optische Flexibilität begrenzt
  • Kleineres Plugin-Ökosystem als Shopify/WooCommerce
  • Schmales internationales Agentur-Netzwerk
TypSaaS / On-Prem (DE)
Trialkostenlos testen
Best fürDACH-KMU, Warenshops, Rechtssicherheit
Gambio ansehen ↗

Vergleichstabelle auf einen Blick

Plattform Typ Preis ab DSGVO Einstieg B2B Score Link
ShopifySaaS (USA)27 €/Monat⚠ konfigurierbar★★★★★Plus only8.6Testen ↗
ShopwareOpen Commerce (DE)0 € (CE)✅ DE-Server★★★stark8.4Info ↗
WooCommercePlugin (OS)ab Hosting✅ selbst konfigurierbar★★★mit Plugin8.3Info ↗
Wix StoresSaaS-Baukasten (USA)23 €/Monat⚠ konfigurierbar★★★★★-7.8Info ↗
GambioSaaS / On-Prem (DE)18 €/Monat✅ DE-Server★★★★begrenzt7.9Info ↗

Unsere Empfehlung nach Use-Case

wenn Sie schnell und unkompliziert starten wollen

Shopify

Ein Go-Live in unter einem Tag ist bei Shopify realistisch. Shopify ist die beste Wahl für D2C-Marken, Dropshipping, stationäre Händler mit Online-Erweiterung und alle, die keinen Serveraufwand haben wollen. Mit dem aktuellen Aktionsangebot (3 Monate für 1 €) ist der Einstieg fast risikofrei.

wenn Sie DACH-Mittelstand, B2B oder maximale Kontrolle brauchen

Shopware

Shopware passt zu Unternehmen im deutschsprachigen Markt, die wachsen wollen. Die Plattform ist von Haus aus DSGVO-konform, bringt eine starke B2B-Suite mit und ist dank API-first offen für eine individuelle Architektur. Ohne Agentur oder Dev-Team kommen Sie allerdings nicht weit. Dafür bekommen Sie die flexibelste deutsche Plattform.

wenn Sie Content-Marketing ernst nehmen und WordPress kennen

WooCommerce + WordPress

Für SEO-fokussierte Shops ist WooCommerce auf WordPress unschlagbar. Blog und Shop laufen auf einer Plattform, Lizenzkosten fallen keine an, und Germanized deckt die DSGVO ab. Hosting und Wartung verantworten Sie selbst. Dafür gehören Ihnen alle Daten, und Transaktionsgebühren zahlen Sie auch nicht.

wenn Sie ein kleines Sortiment mit Design-Fokus betreiben

Wix Stores oder Gambio

Kreative mit kleinem Produktsortiment und Design-Fokus sind bei Wix gut aufgehoben. KMU, die maximale Rechtssicherheit ohne Konfigurationsaufwand wollen, nehmen Gambio. Beide sind günstiger als Shopify und im jeweiligen Anwendungsfall die bessere Wahl.

E-Commerce-Plattformen im Detail: der Ratgeber

Die Tool-Liste oben ist unser Praxis-Ranking. Wer tiefer einsteigen will, findet hier den ausführlichen Ratgeber mit Plattformtypen, Auswahlkriterien, DSGVO und speziellen Geschäftsmodellen.

Die vier Haupttypen von E-Commerce-Plattformen

E-Commerce ist nichts anderes als elektronischer Handel, und die Software dahinter lässt sich grob in vier Architektur-Modelle einteilen. Welches zu Ihnen passt, hängt davon ab, wie viel Sie selbst verwalten wollen und wie viel Freiheit Sie bei Frontend und Backend brauchen.

SaaS (Mietshop): Bei einer Software-as-a-Service-Lösung mieten Sie die Software und nutzen sie über den Browser. Hosting, Updates und Sicherheit übernimmt der Anbieter, der seine Infrastruktur per Cloud Computing zentral bereitstellt. Beispiele: Shopify, Wix, Gambio Cloud. Ideal für schnelle Markttests und planbare Kosten, weil Sie Ihren Onlineshop ohne eigenes Server-Team betreiben.

Open-Source (selbst gehostet): Der Quellcode ist frei verfügbar, Sie hosten selbst oder beim Provider Ihrer Wahl. Sie haben maximale Flexibilität, sind aber selbst für Sicherheit und Updates verantwortlich. Beispiele: Shopware Community Edition, WooCommerce. Ideal für Mittelständler mit technischen Ressourcen oder Agenturbudget. Spezialisierte Hoster wie maxcluster haben sich auf die Performance solcher Onlineshops fokussiert.

On-Premise / Enterprise: Lizenzbasierte Lösungen für große Unternehmen auf eigenen Servern oder Private Clouds. Beispiele: Adobe Commerce, Shopware Enterprise, commercetools sowie Salesforce Commerce Cloud. Projektbudgets typischerweise ab 50.000-100.000 € aufwärts. Viele dieser Systeme setzen auf Headless commerce, bei dem das Frontend technisch vom Shop-Backend entkoppelt ist.

Webshop-Plugins: Shop-Funktionalität als Plug-in für ein bestehendes Content-Management-System. Ideal, wenn Sie bereits eine WordPress-Website betreiben. Besonders stark für Content-Marketing-lastige Projekte, weil sich der gesamte Onlineshop und das Magazin aus einem zentralen Backend pflegen lassen.

Kosten & Preismodelle

Die Kostenfrage ist selten so einfach, wie sie auf den ersten Blick erscheint. Monatliche Gebühren bei SaaS-Lösungen reichen von 18 € (Gambio Start-Up) bis 289 € (Shopify Advanced) - bei Enterprise-Varianten mehrere Tausend Euro. Dazu kommen versteckte Kostenfaktoren, die viele Händler unterschätzen: Premium-Plugins zu 50-300 €, monatliche App-Abos, Transaktionsgebühren bei Nicht-Nutzung plattformeigener Zahlungsdienste und Kosten für Performance-Optimierung. Rechnen Sie deshalb die Gesamtkosten (TCO, Total Cost of Ownership) über 3-5 Jahre durch. Ein späterer Plattformwechsel mit Datenmigration, SEO-Weiterleitungen und Prozessanpassungen ist teuer und aufwändig.

Funktionsumfang & Marketing

Der Funktionsumfang sollte zu Ihrem Geschäftsmodell passen, nicht umgekehrt. Achten Sie auf Produktverwaltung mit Varianten, Bundles und Konfiguratoren, automatisierte Bestellprozesse, flexible Versandregeln, Internationalisierung und Mehrwährung. Wichtig ist auch, wie komfortabel sich jede Bestellung im Backend verwalten lässt und wie sauber das System Lagerbestand und Versandstatus zentral abbildet. Beim Design entscheiden mitgelieferte Themes und Vorlagen darüber, wie schnell die Erstellung eines ansprechenden Layouts gelingt, ohne dass Sie für jede Anpassung einen Entwickler brauchen. Fürs Marketing zählen Onpage-SEO (Title, Meta, strukturierte Daten), ein integrierter Content-Bereich, die Tracking-Anbindung an Google Analytics und Ads sowie Social-Commerce-Integration. Ein Shop, den niemand findet, verkauft wenig. Mehr zu SEO lesen Sie in unserem SEO-Tools-Vergleich.

Skalierbarkeit & Performance

Ihr Shopsystem muss mitwachsen können. Prüfen Sie, ob es mit wenigen bis mehreren Tausend Produkten zurechtkommt, bei Black Friday und Cyber Monday unter Last stabil bleibt, ein CDN für globale Ladezeiten nutzt und Headless/API-first-Fähigkeiten für komplexe Architekturen mitbringt. Shopify und Shopware sind hier führend; WooCommerce erfordert bei großen Katalogen gezieltes Performance-Tuning.

Sicherheit, DSGVO & Rechtssicherheit

Im deutschen Markt gelten strenge Anforderungen, und Verstöße können teuer werden. Für DSGVO-konformen E-Commerce brauchen Sie: Serverstandort in der EU oder deutschen Rechenzentren, Abschluss eines Auftragsverarbeitungsvertrags (AVV), SSL-Verschlüsselung, automatische Sicherheitsupdates sowie rechtssicherer Checkout mit Impressum, AGB, Widerruf und Datenschutzerklärung. Deutsche Anbieter wie Shopware und Gambio bieten den einfachsten Weg zur Rechtssicherheit. Bei US-Anbietern wie Shopify oder Wix ist eine sorgfältige DSGVO-Konfiguration zwingend erforderlich. Für WooCommerce-Betreiber gehört das Plugin „Germanized" praktisch zur Grundausstattung.

Spezielle Anforderungen: B2B, Abo, Dropshipping & POS

B2B-Shops: Shopware hat die stärkste B2B-Suite im DACH-Markt - individuelle Preislisten, Freigabe-Workflows, Angebotsfunktionen, Netto-Preisanzeige. Für internationale B2B-Anforderungen: Adobe Commerce und commercetools. Shopify Plus hat in den letzten Jahren stark aufgeholt.

Digitale Produkte & Kurse: Shopify, Wix, WooCommerce (mit Plugins) und Gambio können digitale Produkte verkaufen. Für spezialisierte Online-Kurs-Plattformen lesen Sie unseren Online-Kurs-Plattformen-Vergleich.

Abonnement-Modelle: Shopify (mit Recharge App), Wix und WooCommerce (Subscriptions Plugin) eignen sich für wiederkehrende Zahlungen, Abo-Verwaltung und automatische Rechnungsstellung.

Dropshipping: Shopify ist mit DSers und Printful-Integration der klare Marktführer. Weitere Optionen: Wix, Gambio.

POS & Omnichannel: Stationäre Händler brauchen TSE-konforme Kassensysteme und Bestandsabgleich zwischen Shop und Filiale. Shopify POS ist hier die erste Wahl, Shopware und VersaCommerce sind starke Alternativen.

Integrationen: CRM, Personalisierung und Datenfluss

Eine E-Commerce-Plattform steht selten allein. Spätestens wenn der Umsatz wächst, soll der Shop sauber mit Warenwirtschaft, Buchhaltung, Newsletter und vor allem dem CRM zusammenspielen. Ein angebundenes Customer-Relationship-Management hält Kundendaten zentral, sodass Vertrieb und Kundensupport jederzeit denselben Stand sehen, statt Informationen in mehreren Tools zu verwalten. Welche Systeme sich dafür eignen, zeigt unser Vergleich der besten CRM-Tools. Für die saubere Anbindung an die Buchhaltung lohnt sich ein Blick auf passende Rechnungsprogramme, damit Bestellungen und Belege automatisch fließen. Anbieter wie Salesforce decken mit ihrer Commerce Cloud den Shop und das CRM gemeinsam ab, was vor allem im Business-to-Business-Umfeld die Prozesse vereinfacht.

Eng damit verbunden ist die Personalisierung. Eine leistungsstarke Personalisierung im Sinne der Informationstechnik wertet Klick- und Kaufverhalten aus und spielt jedem Kunden passende Produkte, Inhalte und Angebote aus, was die Conversion-Rate spürbar heben kann. Im Business-to-Consumer-Geschäft entscheiden solche Empfehlungen oft über den zusätzlichen Umsatz pro Warenkorb. Achten Sie deshalb darauf, welche Apps und Schnittstellen eine Plattform für CRM, Personalisierung und Analytics von Haus aus mitbringt. International gemessen am Marktanteil ist neben Shopify auch BigCommerce ein etablierter Anbieter mit starken Integrations- und API-Funktionen, im DACH-Raum spielt BigCommerce jedoch eine kleinere Rolle.

Weitere relevante E-Commerce-Plattformen

PrestaShop: Open-Source mit über 300.000 aktiven Installationen, stark im europäischen KMU-Segment. Basisversion kostenlos, essenzielle Funktionen als kostenpflichtige Module (50-200 €/Modul). Gut für international ausgerichtete KMU.

Adobe Commerce (Magento): Enterprise-Plattform für Konzerne und internationale Retailer. Lizenzkosten fünf- bis sechsstellig jährlich, Implementierungsprojekte ab 50.000 €.

commercetools: API-first Headless-Commerce für Enterprise mit individuellen Frontend-Anforderungen. Preise nur auf Anfrage. Ideal für Unternehmen mit starkem Dev-Team.

JTL-Shop: Vernetztes E-Commerce-Ökosystem mit kostenloser Warenwirtschaft JTL-Wawi im Zentrum. Besonders stark im Lager- und Prozessmanagement und bei Marktplatzvertrieb via Amazon und eBay.

IONOS MyWebsite Shop: Deutscher Website- und Shopbaukasten mit integriertem Hosting, Domain und deutschem Support. Für kleine Unternehmen und lokale Händler, die schnell einsteigen wollen.

Entscheidungshilfe: Setzen Sie 2-3 Kandidaten auf eine Testliste und nutzen Sie die kostenlosen Testphasen (meist 14-30 Tage). Nehmen Sie sich für die Auswahl lieber zu viel Zeit als zu wenig. Ein späterer Plattformwechsel kostet mehrere Tausend Euro und Wochen Arbeit.

Häufige Fragen zu E-Commerce-Plattformen

Welche E-Commerce-Plattform ist die beste für Einsteiger?

Für Einsteiger ohne technische Vorkenntnisse ist Shopify die erste Wahl: Go-Live in unter einem Tag, intuitive Bedienung, riesiger App Store. Wix Stores ist stark für sehr kleine Sortimente mit Designfokus. Wer deutschen Support und maximale Rechtssicherheit ohne Konfigurationsaufwand sucht, liegt mit Gambio oder IONOS eCommerce richtig. Generell gilt: SaaS-Lösungen sind für Einsteiger immer vorzuziehen gegenüber Open-Source-Systemen.

Was kostet eine gute E-Commerce-Plattform im Monat?

SaaS-Lösungen wie Shopify (ab 27 €/Monat) oder Gambio (ab 18 €/Monat) bieten planbare Kosten inklusive Hosting. WooCommerce ist als Plugin kostenlos, erfordert aber Hosting (ab 5-50 €/Monat) und ggf. kostenpflichtige Plugins. Dazu kommen in allen Fällen Zahlungsgebühren (typisch 1,5-2,9 % pro Transaktion) und App-Kosten. Für einen professionellen Einsteiger-Shop sollten Sie mit 30-100 €/Monat Gesamtkosten rechnen.

Welche Plattform ist DSGVO-konform für Deutschland?

Alle genannten Plattformen können DSGVO-konform betrieben werden - aber mit unterschiedlichem Aufwand. Shopware, Gambio und IONOS sind von Haus aus auf die DSGVO ausgelegt und haben Serverstandorte in Deutschland oder der EU. Bei US-Anbietern wie Shopify oder Wix sind Datenverarbeitungsverträge, EU-Serverstandorte und korrekte Tracking-Einbindung zwingend erforderlich. WooCommerce auf einem deutschen Server mit dem Plugin Germanized ist ebenfalls eine sehr gute Lösung.

Shopify oder WooCommerce - was ist besser?

Shopify gewinnt bei Benutzerfreundlichkeit, schnellem Start, zuverlässigem Hosting und Multi-Channel-Vertrieb - ideal für D2C-Marken. WooCommerce gewinnt bei Flexibilität, SEO-Integration, Datenkontrolle und fehlenden Lizenzkosten - ideal für technisch erfahrene Betreiber mit WordPress-Kenntnissen. Shopify kostet monatlich, WooCommerce einmalig plus Hosting. Für schnelles Wachstum ohne technischen Aufwand: Shopify. Für SEO-fokussierte Content-Shops: WooCommerce.

Welche E-Commerce-Plattform eignet sich am besten für B2B?

Shopware ist die stärkste Empfehlung im deutschsprachigen B2B-Bereich: individuelle Preislisten, Freigabe-Workflows, Angebotsfunktionen, Netto-Preisanzeige und umfangreiche Rabattstrukturen sind nativ integriert. Für sehr komplexe internationale B2B-Anforderungen bieten Adobe Commerce und commercetools die größte Tiefe. Shopify Plus hat in den letzten Jahren stark im B2B aufgeholt und ist für D2C-Marken mit B2B-Erweiterung eine attraktive Option.

Wie aufwändig ist ein Wechsel der E-Commerce-Plattform?

Ein Plattformwechsel ist möglich - aber aufwändig. Zu migrieren sind Produktdaten, Kundendaten, Bestellhistorie, SEO-URLs (301-Weiterleitungen), Design und alle Prozessintegrationen. Plane für einen professionellen Wechsel 4-12 Wochen und ein Budget von mehreren Tausend bis mehreren Zehntausend Euro ein. Empfehlung: Investier lieber mehr Zeit in die initiale Auswahl. Falls Sie schon auf Shopify sind und SEO optimieren wollen, hilft unser Leitfaden zu Shopify SEO weiter.

Joshua Stark
Geschäftsführer STARK Marketing

Joshua hat STARK 2016 gegründet und leitet die SEO- und E-Commerce-Praxis. Über 150 Projekte für Mittelstand, SaaS und E-Commerce. Spezialisiert auf Topical Authority, Shopify-SEO und E-Commerce-Migrationen.

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