Letterly in 30 Sekunden
- Preis: Free-Plan mit 10 Aufnahmen à 3 Minuten · Pro ab 19,99 €/Monat · Jahres- und Lifetime-Kauf möglich
- Größte Stärke: Liefert fertigen Text statt Rohtranskript, auf iOS, Android, Mac, Windows und Web
- Größte Schwäche: Keine öffentliche Preisliste, dazu widersprüchliche Angaben zur maximalen Aufnahmelänge
- Beste Zielgruppe: Selbstständige und Marketing-Teams, die viel schreiben und wenig Zeit zum Tippen haben
- Einordnung: Solides Diktier-Werkzeug mit EU-Bezug, kein Ersatz für ein Meeting-Transkriptionssystem
Was ist Letterly?
Letterly ist eine Diktier-App, die gesprochene Sprache nicht nur transkribiert, sondern direkt in die gewünschte Textform bringt. Sie sprechen zwei Minuten unstrukturiert in Ihr Telefon, Letterly macht daraus eine formulierte E-Mail, eine sortierte To-do-Liste oder einen Beitragsentwurf. Der Unterschied zur klassischen Spracherkennung liegt genau hier: Apple-Diktat und Windows-Spracherkennung geben aus, was Sie gesagt haben, inklusive Ähms und Gedankensprüngen. Letterly schiebt eine KI-Umschreibung dahinter.
Die App gibt es für iOS, Android, Mac, Windows und als Web-Version, die Notizen werden zwischen den Geräten synchronisiert. Betrieben wird Letterly von einem Einzelunternehmer mit Sitz in Spanien, was für deutsche Nutzer datenschutzrechtlich relevant ist (Details weiter unten). Im deutschen App Store steht die App bei 4,8 Sternen aus 143 Bewertungen, bei Google Play liegen rund 1.300 Rezensionen vor (Stand: 24.08.2026). Der Anbieter selbst spricht von über 300.000 Nutzern.
Kernfunktionen
- Diktat in jede App: Auf Mac und Windows sprechen Sie direkt in Gmail, Slack, Notion oder ein CRM-Feld, ohne die Anwendung zu wechseln
- Über 25 Umschreib-Stile: Von "kurze Nachricht" bis "strukturierter Artikel", eigene Prompts lassen sich anlegen und als Standard festlegen
- Automatische Spracherkennung: Sprachen werden erkannt und laut Support-Seite in 57 Sprachen transkribiert und übersetzt, der Anbieter wirbt mit "90+"
- MCP-Anbindung: Ihre Notizen lassen sich aus Claude, ChatGPT, Cursor, Perplexity, Gemini CLI, Codex, VS Code und Windsurf heraus durchsuchen und weiterverarbeiten
- Audio- und Video-Upload: Aufnahmen von außerhalb der App werden transkribiert, Meeting-Mitschnitte lassen sich so nachträglich verarbeiten
- Offline-Aufnahme: Aufzeichnung funktioniert ohne Verbindung, die Verarbeitung läuft nach, sobald das Gerät wieder online ist
- Wörterbuch und Textersetzungen: Eigennamen, Marken und Fachbegriffe werden korrekt geschrieben, wiederkehrende Bausteine wie Grußformeln per Sprachbefehl eingesetzt
- Organisation: Tags, Volltextsuche, das Zusammenführen mehrerer Notizen sowie Weitergabe über Zapier und Webhooks
Stärken & Schwächen
Stärken
- Fertiger Text statt Rohtranskript, das spart den kompletten Nacharbeitsschritt
- Wirklich plattformübergreifend: iOS, Android, Mac, Windows und Web mit Sync
- Anbieter sitzt in der EU, ein Auftragsverarbeitungsvertrag steht öffentlich bereit
- Transkription läuft laut AVV über Microsoft Azure in der EU
- MCP-Server: Notizen sind direkt in Claude, ChatGPT und Cursor nutzbar
- Kostenloser Einstieg ohne Zahlungsdaten, dazu ein Lifetime-Kauf als Abo-Alternative
Schwächen
- Keine Preisliste auf der Website, Preise erst nach Anmeldung oder im Store sichtbar
- Widersprüchliche Angaben zur Aufnahmelänge: 15 Minuten laut Support, 90 Minuten laut Store-Beschreibung
- Free-Plan mit 10 Aufnahmen à 3 Minuten ist eher Demo als Dauerlösung
- Teils US-Subunternehmer in der Verarbeitungskette (ElevenLabs, Google, Amplitude)
- Einzelunternehmer als Anbieter, kein Konzern im Rücken: Klumpenrisiko bei kritischen Workflows
- Keine Sprecher-Trennung auf dem Niveau spezialisierter Meeting-Tools
Pricing
Letterly veröffentlicht keine Preisseite. Sichtbar werden die Preise erst in der App oder nach der Anmeldung in der Web-Version, und der Anbieter testet erkennbar mehrere Preispunkte parallel. Die folgenden Werte stammen aus den deutschen Stores und wurden am 24.08.2026 geprüft. Rechnen Sie damit, dass Ihnen ein anderer Punkt aus dieser Spanne angezeigt wird.
| Plan | Preis (DE, geprüft 24.08.2026) | Umfang |
|---|---|---|
| Free | 0 € | 10 Aufnahmen, je bis 3 Minuten |
| Pro monatlich | 19,99 €/Monat | Unbegrenzte Aufnahmen |
| Pro jährlich | ca. 70 bis 100 €/Jahr | Gleicher Funktionsumfang, mehrere Preispunkte im Test |
| Lifetime | ca. 200 bis 250 € einmalig | Einmalzahlung statt Abo |
Funktional unterscheiden sich die Pro-Varianten nicht, Sie zahlen nur unterschiedlich. Wichtig für die Kalkulation: Der Break-even zwischen Monatsabo und Lifetime liegt bei rund zehn bis dreizehn Monaten, gegenüber dem Jahresabo bei etwa zweieinhalb Jahren. Wer Letterly täglich einsetzt, fährt mit dem Einmalkauf günstiger, sollte aber wissen, dass hinter dem Angebot ein Einzelunternehmen steht.
Datenschutz: was mit Ihren Aufnahmen passiert
Sprachaufnahmen sind personenbezogene Daten, und wenn Sie Kundennamen, Angebotsdetails oder Gesprächsinhalte diktieren, verarbeiten Sie fremde Daten. Letterly stellt dafür einen Auftragsverarbeitungsvertrag öffentlich bereit, inklusive einer Liste der Subunternehmer. Das ist mehr Transparenz, als viele größere Anbieter liefern. Die Liste im Überblick:
| Subunternehmer | Zweck | Standort |
|---|---|---|
| Microsoft Azure | Transkription, Textverarbeitung | EU |
| Google Cloud Platform | Infrastruktur | EU |
| ElevenLabs | Transkription, Sprachverarbeitung | US / EU |
| Google (Gemini) | KI-Textverarbeitung | US / EU |
| Stripe, Adapty | Zahlung, Abo-Verwaltung | US / EU |
| Amplitude | Produkt-Analytics | US / EU |
Die Server stehen laut Support-Seite in der Europäischen Union und in den USA. Für Übermittlungen in die USA verweist der Vertrag auf Standardvertragsklauseln. Praktisch heißt das: Für interne Notizen, Entwürfe und Content-Produktion ist Letterly mit einem Eintrag im Verarbeitungsverzeichnis und einem Hinweis in der Datenschutzerklärung gut vertretbar. Sobald Sie Gesundheitsdaten, Mandantengespräche oder Personalangelegenheiten diktieren, ist die Kette aus mehreren KI-Subunternehmern mit US-Bezug kein Setup, das wir empfehlen würden. Für diese Fälle gilt dasselbe wie bei jedem KI-Werkzeug: Prüfen Sie vorher, ob die Daten die eigene Umgebung überhaupt verlassen dürfen.
Für wen sich Letterly lohnt
Letterly rechnet sich für alle, die täglich Text produzieren und dabei schneller sprechen als tippen. Es ersetzt keine Redaktion und kein Meeting-Transkriptionssystem, es verkürzt den Weg von der Idee zum ersten Entwurf.
- Selbstständige und Berater: Angebotsnachfassungen, Gesprächsnotizen und E-Mails zwischen zwei Terminen diktieren.
- Content-Teams: Rohfassungen für Beiträge und Newsletter einsprechen, statt vor dem leeren Dokument zu sitzen. Wie daraus ein Redaktionsprozess wird, steht in unserem Beitrag zur Content-Planung.
- Vertrieb: Direkt nach dem Kundentermin ins Telefon sprechen, das Ergebnis sauber ins CRM übernehmen.
- Vielreisende: Diktieren im Auto, in der Bahn oder beim Gehen, auch ohne Empfang dank Offline-Aufnahme.
- KI-Nutzer: Wer ohnehin mit ChatGPT oder Claude arbeitet, holt sich die eigenen Sprachnotizen über MCP direkt in den Chat.
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Wir sortieren Ihren Werkzeugkasten, definieren, welcher Schritt automatisiert wird und welcher beim Menschen bleibt, und richten die Übergaben ein.
Diktier-Werkzeuge im Detail: der Ratgeber
Sie fragen sich, ob so ein Werkzeug im Alltag wirklich etwas bringt oder ob Sie mit dem Bordmittel Ihres Betriebssystems genauso weit kommen? Hier die längere Antwort.
Warum Diktat mit KI-Umschreibung etwas anderes ist als Spracherkennung
Reine Spracherkennung ist ein gelöstes Problem. Apple, Google und Microsoft liefern brauchbare Genauigkeit, kostenlos und im System eingebaut. Das Problem war nie das Erkennen, sondern das Ergebnis: Gesprochene Sprache liest sich schrecklich. Wir sprechen in Schleifen, korrigieren uns mitten im Satz und lassen Sätze unvollendet. Ein wörtliches Transkript muss deshalb nachbearbeitet werden, und diese Nacharbeit kostet oft mehr Zeit als das Tippen gekostet hätte. Genau diesen Schritt übernimmt Letterly. Sie sprechen einen Gedanken, das Werkzeug entscheidet, was Füllwort war und was Inhalt, und liefert die gewünschte Textform. Das ist der Grund, warum sich für viele erst mit dieser Generation von Werkzeugen das Diktieren überhaupt rechnet.
Die realistische Zeitersparnis
Geübte Tipper schaffen 50 bis 70 Wörter pro Minute, gesprochen kommen die meisten Menschen auf 120 bis 150. Der Vorsprung schmilzt allerdings mit dem Aufwand für Korrektur und Formatierung. Rechnen Sie in der Praxis nicht mit einer Verdreifachung, sondern damit, dass Routinetexte wie Nachfass-Mails, Gesprächsnotizen und Beitragsentwürfe spürbar schneller fertig sind, weil Sie das leere Dokument überspringen. Für Texte, bei denen jedes Wort sitzen muss, also Angebote, Verträge oder rechtlich heikle Formulierungen, bleibt die Tastatur das genauere Werkzeug. Und wer diktiert, sollte die Ausgabe lesen, bevor sie rausgeht: KI-Umschreibung glättet auch Aussagen, die Sie so nicht gemeint haben.
Der MCP-Anschluss und warum er den Unterschied macht
Letterly stellt einen MCP-Server bereit. Das Model Context Protocol ist die Schnittstelle, über die KI-Assistenten auf externe Daten zugreifen. Praktisch bedeutet das: Sie verbinden Letterly einmal mit Claude oder ChatGPT und können danach im Chat auf Ihre eigenen Sprachnotizen zugreifen, ohne sie zu kopieren. "Fass meine Notizen der letzten Woche zusammen und mach eine Aufgabenliste daraus" wird damit zu einem Satz statt zu zehn Minuten Copy-and-paste. Für alle, die ihre Ideen unterwegs einsprechen und am Schreibtisch verarbeiten, ist das der eigentliche Mehrwert gegenüber einfacheren Diktier-Apps. Unterstützt werden neben Claude und ChatGPT auch Cursor, Perplexity, Gemini CLI, Codex, VS Code und Windsurf.
Was Sie vor dem Kauf klären sollten
Zwei Punkte sind uns bei der Prüfung negativ aufgefallen, und beide betreffen die Transparenz. Erstens die Preise: Ohne Anmeldung sehen Sie nicht, was das Werkzeug kostet, und in den Stores laufen mehrere Preisvarianten parallel. Das ist bei App-Anbietern übliches Preistesten, für eine geschäftliche Kaufentscheidung aber unnötig umständlich. Zweitens die Aufnahmelänge: Die Support-Seite nennt für den Pro-Plan maximal 15 Minuten pro Aufnahme, die Store-Beschreibung und die Startseite sprechen von bis zu 90 Minuten. Wenn Sie Letterly für Meeting-Mitschnitte einsetzen wollen, ist das der entscheidende Wert. Testen Sie das im Free-Plan an einer echten Aufnahme, bevor Sie ein Jahresabo oder gar den Lifetime-Zugang kaufen.
Letterly, Systembordmittel oder Meeting-Tool?
Drei Kategorien, drei Aufgaben. Das Bordmittel Ihres Betriebssystems ist kostenlos und reicht, wenn Sie kurze Nachrichten einsprechen und die Formulierung selbst im Kopf fertig haben. Letterly und vergleichbare Diktier-Werkzeuge lohnen sich, sobald aus gesprochenen Gedanken regelmäßig fertiger Text werden soll, über mehrere Geräte hinweg. Ein spezialisiertes Meeting-Tool brauchen Sie dagegen, wenn mehrere Sprecher sauber getrennt, Termine automatisch mitgeschnitten und Aufgaben ins Projektsystem übergeben werden müssen. Letterly kann Meeting-Mitschnitte verarbeiten, es ist aber als persönliches Werkzeug gebaut, nicht als Konferenzsystem. Wer beides braucht, kombiniert und akzeptiert zwei Abos. Weitere Werkzeuge, die in einen schlanken Marketing-Stack passen, finden Sie in unserer Übersicht der besten Social-Media-Tools.
Häufige Fragen zu Letterly
Was kostet Letterly?
Es gibt einen kostenlosen Plan mit 10 Aufnahmen von je bis zu 3 Minuten. Der Pro-Plan kostet im deutschen Store 19,99 € pro Monat, im Jahresabo je nach angezeigter Preisvariante rund 70 bis 100 € und als Lifetime-Einmalkauf etwa 200 bis 250 € (geprüft am 24.08.2026). Eine öffentliche Preisliste veröffentlicht Letterly nicht, die Preise werden erst in der App oder nach der Anmeldung sichtbar.
Was kann die kostenlose Version?
Der Free-Plan umfasst laut Support-Seite 10 Aufnahmen mit je maximal 3 Minuten Länge. Das reicht, um Erkennungsqualität, Umschreib-Stile und den Ablauf auf Ihren eigenen Texten zu prüfen, ist als Dauerlösung aber nicht gedacht. Zahlungsdaten sind für den Test nicht nötig.
Wie gut funktioniert Letterly auf Deutsch?
Deutsch gehört zu den unterstützten Sprachen für Transkription und Übersetzung, und die Sprache wird automatisch erkannt, auch bei einem Wechsel mitten im Satz. Die Support-Seite listet 57 Sprachen, beworben werden 90 und mehr. Für Fachbegriffe, Eigennamen und Markennamen sollten Sie das eingebaute Wörterbuch pflegen, sonst schreibt jedes Diktiersystem sie irgendwann falsch.
Ist Letterly DSGVO-konform einsetzbar?
Letterly stellt einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit vollständiger Subunternehmer-Liste bereit, der Anbieter sitzt in Spanien und damit in der EU, die Transkription läuft laut Vertrag über Microsoft Azure in der EU. Einzelne Subunternehmer wie ElevenLabs, Google und Amplitude verarbeiten Daten auch in den USA, abgesichert über Standardvertragsklauseln. Für interne Notizen und Content-Entwürfe ist das mit Eintrag im Verarbeitungsverzeichnis vertretbar, für Gesundheits-, Mandanten- oder Personaldaten empfehlen wir es nicht.
Wie lang darf eine Aufnahme sein?
Hier widersprechen sich die Angaben des Anbieters: Die Support-Seite nennt für den Pro-Plan unbegrenzt viele Aufnahmen mit maximal 15 Minuten je Aufnahme, die Store-Beschreibung und die Startseite sprechen von bis zu 90 Minuten pro Notiz. Wenn Sie längere Mitschnitte verarbeiten wollen, testen Sie diesen Punkt vor dem Kauf mit einer echten Aufnahme.
Was bringt die MCP-Anbindung an Claude und ChatGPT?
Über den MCP-Server greifen KI-Assistenten direkt auf Ihre Letterly-Notizen zu: suchen, umschreiben, übersetzen und neue Notizen anlegen, ohne dass Sie Text kopieren. Unterstützt werden unter anderem Claude, Claude Code, ChatGPT, Cursor, Perplexity, Gemini CLI, Codex, VS Code und Windsurf. Für Nutzer, die unterwegs einsprechen und am Rechner weiterverarbeiten, ist das der größte praktische Vorteil gegenüber einfachen Diktier-Apps.
Worin unterscheidet sich Letterly vom Diktat in iOS oder Windows?
Die Systemfunktionen transkribieren wörtlich, inklusive Füllwörtern und Satzabbrüchen. Letterly schiebt eine KI-Umschreibung dahinter und liefert fertige E-Mails, Notizen oder Beitragsentwürfe in über 25 wählbaren Stilen. Dazu kommen Synchronisation über iOS, Android, Mac, Windows und Web, Übersetzung, Audio-Upload und die MCP-Anbindung. Für kurze Nachrichten reicht das Bordmittel, für regelmäßige Textproduktion nicht.
Für wen ist Letterly nicht geeignet?
Für Teams, die automatisch mitgeschnittene Meetings mit sauberer Sprecher-Trennung und Übergabe ins Projektsystem brauchen: Dafür sind spezialisierte Meeting-Werkzeuge gebaut. Ebenso wenig für Branchen mit besonders schützenswerten Daten, weil mehrere KI-Subunternehmer in der Verarbeitungskette stehen. Und für alle, die nur gelegentlich eine kurze Nachricht einsprechen, tut es das Bordmittel des Betriebssystems.
Sie wollen Letterly selbst ausprobieren?
Der Free-Plan umfasst 10 Aufnahmen von je bis zu 3 Minuten und verlangt keine Zahlungsdaten. Das reicht, um Erkennungsqualität und Umschreib-Stile an Ihren eigenen Texten zu prüfen.
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